„Nein, einfach Nein!“
11. Februar 2026
Nur wenige Gespräche bleiben mir in Erinnerung. 🧠Das hat den einfachen Grund, weil es so viele sind und ich gut für mich sorge.
Gleichzeitig gibt es eine handvoll Gespräche💬, die mich zum Nachdenken angeregt haben. So auch das Gespräch mit einem 15-jährigen Wallach.
Er war wütend. Richtig wütend. 😡 😤
„Ich hasse dieses Leben!“ sagte er empört. Nicht weil er das Leben an sich hasste. Er fuhr fort „alle sind gegen mich, wenn ich sage, was ich will.“
Ein Pferd, das funktional brav mit macht.
Seit einiger Zeit legt er die Ohren an sobald Menschen in sein näheres Umfeld kommen, berichtet seine Menschin.
Es wird regelmäßig trainiert – Horsemanship, Dressur, Bodenarbeit. Sechs Tage pro Woche.
Eine engagierte Menschin.
Ein strukturiertes Training.
Eigentlich alles so, wie es in vielen Ställen als vorbildlich gilt💯.
Der Wallach war trotzdem wütend.😠
Nicht aggressiv oder gefährlich.
Aber tief erschöpft davon, immer funktionieren zu müssen.
Er beschrieb etwas, das viele Pferde erleben:
Dass ihr Wert oft daran gemessen wird, wie gut sie sich kontrollieren lassen.
Wie „brav“ sie reagieren.
Wie „schön“ sie laufen.
Wie „sicher“ sie sind.
Doch hinter diesem Training lag in diesem Fall eine andere Dynamik.
Die Angst🥺 der Besitzerin, ihr Pferd könnte unkontrolliert wirken.
Die Scham darüber, wenn andere Menschen sehen könnten, dass es körperlich oder emotional nicht der Norm entspricht.
Und so wird aus einem inneren Druck heraus trainiert.
Der Wallach spürte das.
Und er hatte es satt.😖
Nicht das Training selbst.
Sondern die Rolle, in die er durch seine Menschin gebracht wurde.
Die Rolle, ein Pferd zu sein, das die Bedürfnisse seines Menschen erfüllen muss, um die Scham zu deckeln.
Und so entstand Druck in der Menschin, den das Pferd nicht mehr kompensieren konnte. 😔
Dieses Pferd hatte Glück, weil seine Menschin gefragt hat, was los ist und den Mut hatte wirklich hinzuhören.
Die meisten Pferde würden krank werden.
